Gehirnforschung: High Heels und das männliche Geschlecht

Marcel Liechti, Neuronalfit

 

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Gegenüber Frauen mit hohen Absätzen zeigen sich Männer auffällig hilfsbereit!

 

In jüngerer Zeit beobachte ich, dass immer mehr professionelle Kurse im „Walking on High Heels“ angeboten werden. Darin geht es einerseits um das sichere Laufen bzw. „Walken“ auf diesen recht hohen Absätzen, was an sich ein echtes Gefahrenpotential bedeutet, andererseits um sicher mehr Eindruck auf das starke Geschlecht auszuüben. Ist der letztere Punkt eine Illusion? Definitiv nein! 

 

Aus der jüngeren Gehirnforschung wird die letztere Behauptung definitiv erhärtet. Die Richtigkeit dieser Vermutung zeigt eine Studie von Gehirnforscher der Université de Vannes ?

Bildschirmfoto 2015-01-17 um 15.43.28Je höher die Absätze sind, auf denen eine Frau steht, desto eher greifen Männer ihr helfend unter die Arme. Zu diesem Schluss kam eine Gruppe von Verhaltensforscher der Université de Vannes. Im Testumfeld liessen die Forscher Frauen mit unterschiedlichem hohen Absätzen auf Männer „los“ um deren Hilfsbereitschaft zu testen. Dabei versuchte etwa eine Studentin, Männer zur Teilnahme an einer Umfrage zur „ Aufstiegschancen der beiden Geschlechter im Berufsleben“ zu bewegen. Unterwegs war sie wahlweise mit flachen Schuhen oder mit Highheels mit fünf oder neun Zentimeter hohen Absätzen. Die Männer ließen sich umso bereitwilliger interviewen, je höher die Schuhe waren: Der Anteil unter den rund 70 angesprochenen Männern stieg dabei von weniger als 50 (flach) auf mehr als 80 Prozent (hoch). Weitere Tests untermauerten diesen High Heels-Effekt: Ließ ein weiblicher Lockvogel während eines Stadtbummels »versehentlich« einen Handschuh fallen, waren umso mehr Männer zur Stelle, je höher die Absätze waren. Und auch in der Kneipe wurden Frauen schneller angesprochen, wenn sie auf Stöckelschuhen statt in flachen Slippern unterwegs waren – selbst, wenn die übrige Bekleidung gleich blieb. Letzteres habe allerdings weniger mit Hilfsbereitschaft seitens der Herren zu tun als vielmehr mit sexuellem Interesse, vermuten die Forscher.
Was im Gehirn von Männer genau bei dieser Studie abläuft, wissen selbst die Kognitionspsychologen nicht genau. Dass das Belohnungssystem und der Ausstoss von Glücksgefühlen(Dopamin) eine Rolle spielt ist jedoch praktisch gesichert.
Dopamin ist ein sogen. Neurotransmitter, ein Botenstoff im Gehirn, der vorallem bei Glücksgefühlen ausgeschüttet wird. Dopamin beziehungsweise der verwandte Stoff L-Dopa wird auch bei der Behandlung psychischer Störungen und der Parkinson-Krankheit eingesetzt. Sie merken es wird langsam kompliziert.
Was unabhängig von den Erklärungsversuchen der Neurologen wie ein Fels in der Brandung übrig bleibt ist die knallharte Mathematik, sprich Statistik, und die lügt eigentlich nie. Darauf dürfen sich auch die „High Heels“ tragenden Frauen getrost verlassen.

Weitere Artikel unter: http://www.neuronalfit.ch/gehirntraining-tanzen-macht-geistig-fit/

Bekannte Anbieterin von High Heels Kursen ist die Tänzerin: www.fabienneliechti.com/how-to-walk-in-heels
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